SCWE D-Jugend Deutscher Staffelmeister

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Das Bundesfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (DMSJ) führte die weibliche D-Jugend (Jg. 97/98) des SCW Eschborn am 15./16. März nach Wuppertal. Für das Bundesfinale qualifizierten sich die acht zeitschnellsten Teams aus ganz Deutschland, die Eschborner gingen in dem zeitlich sehr eng zusammen liegenden Teilnehmerfeld als vierte ins Finale.


Für die optimale Vorbereitung reisten die beiden Trainerinnen des Teams Laura Iaccarino und Christjane Seufert mit ihrem 9-köpfigen Kader bereits am Freitagnachmittag zum Finalort. Eltern und Fans reisten am Samstag nach.
Als die Mädchen zur Veranstaltung das großräumige Wuppertaler Schwimmsportzentrum betraten waren sie fasziniert. Eine beeindruckende Kulisse, die Halle war an diesem Wochenende mit knapp 1000 Zuschauern ausverkauft, ein gigantisches Wettkampfbecken mit 10 50m Bahnen, welches viermal so groß wie das eigene in Eschborn ist, wurde von den Mädchen ausgiebig bestaunt. Auch die Teilnehmerausweise mit Autogramm berühmter Schwimmstars mussten erst mal verarbeitet werden. Anschließend ging es zu einem ausgiebigen Einschwimmen.

Mit der 4x100m Freistilstaffel stand der erste Wettkampf auf dem Programm. Wie kommen die Mädchen in den Wettbewerb? Schließlich war es anhand der Ergebnisse aus den Qualifikationsrunden die schwächste Lage im direkten Vergleich zur Konkurrenz.
Startschwimmerin Nicola Grebe schwamm erstmals auf der langen Bahn unter 1:10 und übergab in Führung liegend an Reka Klement, die mit 1:14 ebenfalls voll im Soll schwamm und die Staffel auf zweiter Position an Nina Grexa übergab, die genau wie berechnet eine 1:16 schwamm. Als Schlussschwimmerin platzierte Sara Bacher mit einer 1:13 (persönliche Bestleistung) die Staffel auf den hervorragenden dritten Rang. Der Auftakt war perfekt und überraschte positiv.

Weiter ging es nach gut einer Stunde Pause mit der Bruststaffel. Diesmal startete Sara Bacher und übergab an fünfter Stelle liegend an Anna-Lena Hock, gefolgt von Nina Fischer. Alle drei hatten jeweils mit 1:33 die im Vorfeld berechnete Zeit erreicht, was angesichts der langen 50m Bahn nicht sicher war. Nicola Grebe schwamm als Schlussschwimmerin von allen 32 Aktiven mit 1:25 in diesem Rennen die zweitbeste Zeit und sicherte wieder den dritten Rang. In der Gesamtwertung, wo am Ende alle fünf Staffeln addiert werden, lag man damit zum Abschluss des 1. Wettkampftages sogar auf dem 2. Platz. Es war noch nichts entschieden. Aber natürlich zog das Team schon sehr zufrieden in Richtung Hotel.

In der Nacht schliefen Aktive, Trainer und Eltern recht unterschiedlich.
Nach dem Frühstück früh am Morgen begann der entscheidenden Wettkampftag. Die erfolgreiche DMSJ – Runde, die am 16./17. Februar im eigenen Bad begann, sollte nun eine Krönung erhalten. Den Auftakt am Sonntag bildete die Rückenstaffel. Als Startschwimmerin trat Rückenspeziallisten Reka Klement an. Mit 1:24 konnte sie zufrieden auf das Rennen zurückblicken, der Rückstand auf München lag schlicht an einer außergewöhnlich guten Zeit der Bayerin. Es folgten Viviane Urmann und Anna-Lena Hock, die beide mit 1:28 ihre Kurzbahnbestzeit erreichten und mit dem 5. Platz auf Schlussschwimmerin Nicola Grebe übergaben, die eine super Vorstellung lieferte. Mit enormer Beinarbeit und druckvollem Stil schwamm sie mit einer 1:18 (zweitschnellste Zeit im Wettbewerb) das Team auf den 2. Platz, dabei war sie 15 Sekunden schneller als die direkten Konkurrentinnen.

Vereinsgeschichte schrieben die Mädchen dann in der 4x50m Schmetterlingsstaffel. Nicola Grebe, Anna-Lena Hock und Reka Klement dominierten von Anfang an und übergaben mit gut fünf Sekunden Vorsprung auf die Verfolger an Sara Bacher. Die mitgereisten Eschborner Fans und die Mannschaftskameradinnen feuerten an und hofften auf einen Sieg. Von der guten Stimmung beflügelt zeigte sie einen Schmetterlingssprint der Spitzenklasse und baute den Vorsprung auf sieben Sekunden aus. Dieses Ergebnis grenzte an ein Wunder. Der SCW Eschborn gewann mit dem Sieg in der 4x50m Schmetterlingsstaffel seinen ersten Deutschen Meistertitel in der Jugend!!! Spätestens jetzt holten viele Konkurrenten ihre Atlanten aus dem Auto, um nachzulesen wo Eschborn überhaupt liegt. Das man mit diesem Sieg auch die Führung in der Gesamtwertung der Altersklasse D übernahm, war ein schöne Überraschung. 

Bis zum abschließenden Finale, der 4x100m Lagenstaffel, wurde hin und her gerechnet. Das Team ging zwar mit 9/100 Vorsprung ins Rennen, jedoch dicht gefolgt von der SG Saar Max Ritter, einer Startgemeinschaft aus 12 Vereinen und den Stadtwerken München, in der sich alle Münchner Schwimmvereine vereinigen und gemeinsam antraten. Als Startschwimmerin eröffnete Reka Klement mit der Rückenstrecke die Staffel. Sie konnte ihre Bestzeit bestätigen und übergab an die Brustschwimmerin Nina Fischer. Auch sie wiederholte ihre Bestleistung. Die Schmetterlingsstrecke wurde durch  Teamleaderin Nicola Grebe besetzt, da aber auch die anderen Teams die meist vorentscheidende Teilstrecke stark besetzten, konnte Nicola trotz einer super Zeit von 1:20 das Team nicht zurück an die Spitze führen. Den Abschluss der Lagenstaffel und des Wettbewerbs für den SCWE schwamm Carmen Franiczek. In der Endabrechnung konnten die Eschborner sich den 3. Platz sichern und damit den größten Erfolg bei der DMSJ in der Vereinsgeschichte feiern.

Der Einzeltitel in der 4x50 Schmetterlingsstaffel dazu als Krönung. Die Stimmung im Team, welchem auch Emma Ostrem (Jg. 98) angehörte, die aufgrund der großen Auswahl von leistungsstarken Aktiven jedoch nicht zum Einsatz kam, war fantastisch. Emma Ostrem, Sara Bacher und Carmen Franiczek haben nun das Finale schon erlebt und hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr, wenn sie dem älteren Jahrgang der D-Jugend angehören. Die Mannschaft konnte ihre Zeiten im Vergleich zum Landesfinale, welches im Gegensatz zum Bundesfinale auf der Kurzbahn stattfand, nochmals verbessern und hat die Erwartungen bei weitem übertroffen, da kann man nur sagen... SCWE das war spitze!

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