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SCWE im Landesfinale vorn

Für das Hessenfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (DMSJ) am 01./02. März in Frankfurt - Höchst hatten sich sieben Teams des Schwimmclubs Westerbach qualifiziert. Bedingt durch den Ausfall von den Leistungsträgern Isabelle Gemmer und Christiane Ott musste die A-Jugend Mannschaft der Mädchen jedoch zurückgezogen werden. „Einen Ausfall hätten wir noch auffangen können, aber zwei sind dann leider zuviel“, äußerte sich Cheftrainer Dr. Stephan Pohl leicht enttäuscht, schließlich wäre man mit der Zeit von der 1. Runde des Wettbewerbs locker auf dem dritten Rang gekommen.
Sensationelles leisteten die Jüngsten. Die weibliche E-Jugend ging als Zeitschnellste in den Endkampf. Nach einem guten Start in den Wettbewerb durch Siege in der Freistil- und Bruststaffel war die Spannung groß. Es stand die regeltechnisch schwierigen Rückenstaffel an, wo man sich vor zwei Wochen noch eine Disqualifikation einfing. Aber diesmal lief alles glatt, wobei man jedoch auf Verfolger Offenbach vier Sekunden Vorsprung einbüßte. Den Vorsprung bauten Johanna Bauer, Sophie Fischer, Chantal Franiczek, Tabea Steinhagen und Hannah Zimmermann über die Schmetterlings- und Lagenstaffel aber am Ende auf 25 Sekunden aus und machen damit den Hattrick perfekt, denn nach 2006 und 2007 war es für den SCWE der dritte Hessische Titel in Folge bei der weiblichen E-Jugend.
Die Jungs gingen in der jüngsten Altersklasse als zweitplazierte in den Endkampf. Noch wenige Tage vorm Wettkampf war man sehr angriffslustig auf den erstplazierten Gastgeber des Endkampfes die SG Frankfurt. Dieses Ziel wurde jedoch durch die krankheitsbedingten Ausfälle von Linus Diessner und Vincend Rijpkema gestoppt. Die verbliebenen Teammitglieder Max Bacher, Max Krekel, Julian Grebe und Matthew Ostrem gaben alles. Aber die Konkurrenz drückte mächtig von hinten und nach dem ersten Tag sah es nicht gut aus. Da es Linus Diessner am Sonntagmorgen besser ging, reiste er mit nach Höchst und unterstützte das Team bei der 4x25m Schmetterlingsstaffel. Nach der abschließenden Lagenstaffel war der Hessische Vize-Meistertitel perfekt, mehr wäre auch in Bestbestbesetzung nicht möglich gewesen.
Große Geschichte schrieb die weibliche D-Jugend Mannschaft der Mädchen. Der vor zwei Wochen aufgestellte Landesrekord von 24:50 wurden von Nina Fischer, Nicole Grebe, Anna-Lena Hock, Reka Klement, Viviane Urmann und Sara Bacher nochmals um acht Sekunden verbessert. Im Vergleich zur 1. Runde wechselte Brustspezialistin Nina Fischer in die erste Mannschaft und rechtfertigte das Vertrauen des Trainerteams. Die Dominanz des Teams durch den gesamten Wettbewerb war schlicht unglaublich. Mit fast zwei Minuten Vorsprung vor der eigenen zweiten Mannschaft um Sophia von der Bey, Carmen Franiczek, Ana Käsler, Haruka Matsushima, Emma Ostrem, Tabea Sander und Nina Grexa siegten die Eschborner Mädels und schrieben sich damit ins Geschichtsbuch des Hessischen Schwimmverbandes ein, den ein Doppelsieg in einer Altersklasse schaffte noch nie ein Verein. Die erste Mannschaft qualifizierte sich mit der Fabelzeit für das Deutschlandfinale am 15./16. März in Wuppertal.
Mit großem Handicap trat die männliche D-Jugend an. Die wichtige Stütze Michael Lovas fiel aufgrund anhaltender Krankheit aus. Zunächst sehr deprimiert wirkten die Jungs zu Wettkampfbeginn, denn die tolle zweite Platzierung nach dem Vorkampf war so nicht zu halten. Was die verbliebenen Jungs aber aus diesem Wettkampf machten, ist fast mit einem Titel gleichzusetzen. Statt sich hängen zu lassen, gaben sie alles und wuchsen teilweise über sich hinaus. Die erfolgsverwöhnten und erfahrenden Jungen Christian Bauer und Carl-Philipp Senze führten das Team und rissen Marcel Brümmer und Marc Lugert, der für Michael Lovas ins Team rutschte, mit. Besonders Marc überraschte mit seinen Leistungen. Am Ende reichte es für einen guten fünften Platz. Dass die Jungs zumindest in Sachen Teamgeist die Nr. 1 sind, zeigt auch die Tatsache, dass der zum Zuschauen verdammte Michael Lovas zum Anfeuern kam und seinem Team moralisch beistand.
Um einen Platz im Vergleich zum Vorkampf nach vorne kämpfte sich die männliche C-Jugend mit Manuel Baum, Lucas und Moriz Wolf, Max Pohl und Christian Weiser. Dass bei Mannschaftsmeisterschaften viel passieren kann zeigte sich einmal mehr. Im Eifer des Gefechts schlug einer der Jungs bei der Wende mit einer Hand an, somit musste die Bruststaffel ins Nachschwimmen. Nach kleinen internen Diskussionen rafften die Jungs sich zusammen und meisterten es souverän. Im Endergebnis landete das Team auf dem unglücklichen vierten Rang, über welchen sie sich aber sehr freuten, denn schließlich verbesserte man sich nicht nur um einen Rang nach vorne, sondern war noch 30 Sekunden schneller als zwei Wochen zuvor.
Mit zwei Hessischen Mannschaftsmeistertiteln, zwei Vize-Titeln, einem vierten und einem fünften Rang landete der SCWE im Medaillenspiegel auf dem zweiten Rang hinter der gastgebenden SG Frankfurt, welche in den älteren Altersklassen gewann.
Am 15./16. März wird die D-Jugend der Mädchen nun mit dem Erfolgstrainerteam Laura Iaccarino, Christjane Seufert, Yurie Nakajima und Dr. Stephan Pohl, sowie Betreuern, Eltern und Fans zum Bundesfinale nach Wuppertal reisen. Dort werden die Karten neu gemischt, es wird alles möglich sein. Aber zu den besten acht Teams in Deutschland zu gehören ist bereits ein fantastischer Erfolg, alles Weitere ist die Krönung einer außerordentlich erfolgreichen DMSJ-Runde 2008.
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